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Steuerumfrage Tschechien 2010 Drucken

leitner-anTschechisches Steursystem zu kompliziert - ausländische Investoren fordern Vereinfachung und Stabilität

Ineffizient, schwer zu verstehen und mühsam anzuwenden – so stellt sich das Steuersystem in den Augen deutscher, österreichischer und schweizer Investoren in der Tschechischen Republik dar.
Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter tschechischen Tochterunternehmen deutscher, österreichischer und schweizerischer Firmen, die im Juni 2010 von VorlíčkováLeitner in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium der CR, der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) sowie der Österrreichischen Wirtschaftskammer (WKO) und der Handelskammer Schweiz-Tschechische Republik (HST) durchgeführt wurde.

Was erwarten die Unternehmer von der neuen tschechischen Regierung? Welche Maßnahmen könnten die steuerlichen Rahmenbedingungen nachhaltig verbessern?

Keine weitere Senkung der Steuersätze steht hier im Vordergrund des Interesses der Investoren; vielmehr fordern sie eine kohärente vorhersehbare Steuerpolitik. Hier ruhen die Hoffnungen der Firmen auf der neuen tschechischen Regierung, die sich hierzu in ihrem Koalitionsvertrag verpflichtet hat.

Die Befragten erwarten von der Politik eine Reduzierung der Anzahl der Gesetzesänderungen und der Amtsprozeduren, was eine wünschenswerte Absenkung des Verwaltungsaufwandes zur Folge hätte. Als konkrete praxisorientierte Maßnahmen nennen die Unternehmen: Senkung der Sozialversicherungsbeiträge, MWSt-Abführung und Vorsteuerabzug erst bei Zahlung von Rechnungen, steuerliche Abzugsfähigkeit von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

„Für die Firmen sind einzelne technische Änderungen im Steuerrecht letztlich eher zweitrangig; für ihre langfristigen unternehmerischen Pläne sind Stabilität und Vorhersehbarkeit des Steuerrechts von elementarer Bedeutung. Dieses haben sie jedoch in Tschechien bisher noch nicht erfahren“, erläutert Tomáš Zatloukal, Geschäftsführer von VorlíčkováLeitner. Lucie Vorlíčková fordert zudem die Regierung auf, besonderes Augenmerk der „Gesetzeshygiene“ sowie der Verbesserung der Beziehung zwischen Steuerbehörden, Steuerzahlern und Steuerberatern zu richten. Inspiration können hierzu die neuesten Arbeiten der OECD (Tax Intermediaries Study „The Enhanced Relationship“) oder bereits auf diesem Gebiet fortschrittliche Länder wie z.B. die Schweiz („Verhaltenskodex“) geben. „Der lange Weg in diese Richtung sollte mit einem ersten wichtigen Schritt beginnen und zwar mit der Erhöhung der Verantwortung der Finanzverwaltung durch die breitere Einführung des Instituts der sog. verbindlichen Auskunft“, empfiehlt Lucie Vorlíčková.

Die Erfahrungen der befragten Unternehmen münden in der Aufforderung an den tschechischen Finanzminister: „Vereinfachen Sie das Steuersystem. Vermeiden Sie, ständig neue Änderungen anzuordnen.“ Das dies eine durchaus realistische Forderung ist, beweist ein Blick zu unserem slowakischen Nachbarn. Eine vergleichende Analyse mit der von unserer Schwestergesellschaft BMBLeitner im Frühjahr 2010 durchgeführte Steuerumfrage in der Slowakei ergibt, dass das slowakische Steuersystem von den ausländischen Investoren insgesamt positiver als das tschechische bewertet wird. So bezeichnen über 40% der Befragten das slowakische Steuersystem als effizient, stabil und leicht zu verstehen.

Mit der Forderung der Unternehmen nach Vereinfachung korrespondiert auch deren Ansicht zur möglichen erweiterten Einführung von Internationalen Buchführungsstandards (IFRS). „Die breitere Einführung der IFRS würde für die Firmen einen höheren administrativen Aufwand bedeuten, wobei sich die Marktchancen der tschechischen Unternehmen auf den ausländischen

Märkten hierdurch nicht verbessern würden,“ ergänzt gemäß Umfrageauswertung Jaroslav Dubský, Geschäftsführer der VorlíčkováLeitner Audit.

Den gesamten Bericht zur Steuerumfrage in der Tschechischen Republik können Sie unter http://www.vorlickova.cz/taxsurvey/ abrufen.

Die Ergebnisse der Steuerumfrage in der Slowakischen Republik ist unter www.taxsurvey.sk zu finden.

 

Pressemitteilung zum Download (PDF)

 

Über VorlíčkováLeitner

VorlíčkováLeitner ist Mitglied der LeitnerLeitner Group, einer der führenden Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien in Mittel- und Südosteuropa (www.leitnerleitner.com). Mit einem Team von mehr als siebenhundert Mitarbeitern in insgesamt acht Ländern bietet LeitnerLeitner Beratungsleistungen an, welche die Bereiche des nationalen und internationalen Steuerrechts, die Erstellung ökonomischer Konzepte und individueller maßgeschneiderter Lösungen umfassen. Kompetenz, Verlässlichkeit und Schnelligkeit sind Prinzipien, die LeitnerLeitner prägen. Individuelle und kreative Lösungsansätze sowie systematische
Bemühungen um einen möglichst hohen Mehrwert der Leistungen sind Eigenschaften welche die Mandanten von Leitner-Leitner schätzen.

Kontakt:
Lucie Vorlíčková
Partner

VorlíčkováLeitner
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CZ-110 00 Praha 1

T +420 233 111-100
F +420 233 111-133
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